Hackerangriffe aufs Smart Home – die kleinste Sicherheitslücke ist genug

Bei einem erfolgreich durchgeführten Hackerangriff auf Ihr Smart Home ist nicht nur die Sicherheit Ihres Zuhauses in Gefahr, sondern auch die Ihrer Freunde, Familie und Ihres Arbeitgebers oder Ihrer Firma. 5 Sicherheitstipps für Ihr Smart Home.

Neun von zehn Smart Home Geräten sind anfällig für Hackerangriffe. Das ergaben Untersuchungen des IoT-Security-Spezialisten IoT Inspector. In einem Smart Home ist alles miteinander vernetzt und kommuniziert fast ununterbrochen. Das macht die Smart Homes zu so beliebten Zielen für Hackerangriffe. Denn schon ein gehackter Kühlschrank ist eine Lücke in Ihrer Datensicherheit. So erfährt der Hacker viel über Sie. Aber nicht nur das!

Wenn der Hacker Ihr Smart Home steuert

Mit einem automatisch online bestellenden Kühlschrank kann der Hacker Ihr Geld zum Fenster rausschmeißen. Er braucht nur möglichst viele, möglichst teure Sachen bestellen und Ihnen eine Lösegeldforderung für Ihren Kühlschrank schicken. Lachen Sie nicht – das ist alles schon passiert! Wenn der Hacker möchte, kann er sich von Ihrem Kühlschrank aus auch in Ihre Kaffeemaschine, Ihre Alexa, Ihre Lautsprecher, Ihren Fernseher, Ihr Türschloss, Ihre Fenster und weitere Geräte Ihres Smart Homes einhacken. Und spätestens dann ist Schluss mit lustig. Denn die Kaffeemaschine kann der Hacker dazu bringen, so lange leer zu laufen, bis sie heiß wird und womöglich Feuer fängt, mit Ihrer Alexa kann er online Dinge auf Ihren Namen bestellen oder Befehle erteilen wie „Alexa, öffne die Tür“. Der Hacker kann ihr gehacktes Türschloss dazu bringen, sich zu öffnen genauso wie Ihre Fenster.

Hackerangriffe aufs Smart Home

Haben die Hacker den Hackerangriff auf das Smart Home erst einmal erfolgreich durchgeführt, können sie auch auf den PC zugreifen – auf dem wegen der Corona-Pandemie gerade häufig im Homeoffice gearbeitet wird. Vom Laptop aus können sich die Hacker dann unter Umständen auch ins Sicherheitsnetz des Arbeitgebers einhacken, einen Virus oder eine Schadsoftware einschleusen und großen Schaden anrichten.

Das Smart Home vor Hackerangriffen schützen – 5 Tipps

1. Erstellen Sie PIN Codes für Ihre Sprachassistenten

So sorgen Sie dafür, dass nur autorisierte Personen Alexa Befehle erteilen können.

2. Benutzen Sie sichere Phrasen bei Siri Shortcuts

Hier können Sie einstellen, dass der Sprachassistent zum Beispiel Ihre Türe nur bei einem von Ihnen festgelegten Satz-Code öffnet, beispielsweise bei „Macht hoch die Tore“, statt „Öffne die Türe“.

3. Verwenden Sie sichere Passwörter

Alle Sicherheitsvorkehrungen nützen nichts, wenn Sie ein unsicheres WLAN-Passwort verwenden. Werden Sie hier ruhig kreativ, je seltsamer das Passwort, desto sicherer.

4. Seien Sie geizig mit dem WLAN-Passwort

Auch ein sicheres Passwort nützt Ihnen nichts, wenn Sie es großzügig an Freunde und Verwandte weitergeben. Am besten Sie nutzen die angebotene Funktion vieler Router, einen Gastzugang einzurichten. So schützen Sie Ihr Smart Home besser vor Hackerangriffen.

5. Wählen Sie einen guten WLAN-Namen

Um sich in Ihr Smart Home einzuhacken, müssen sich die Hacker normalerweise in direkter Nähe Ihres Hauses befinden. Geben Sie also mit Ihrem WLAN-Namen auf keinen Fall den Standort Ihres Hauses an, indem Sie als Namen etwa einen Straßennamen oder gar Ihren Familiennamen verwenden.

Hackerangriffe aufs Smart Home gehen nicht nur im Kleinen vor sich: Im August 2016 wurden von Hunderttausenden manipulierten Internet-of-Things-Geräten Millionen ungewollte Anfragen ins Internet gesendet. So wurden große Teile des World Wide Web lahmgelegt. Dieses sogenannte Bot-Netzwerk war die wohl bisher größte Attacke in der Geschichte des Internets. Unter dem Namen „Mirai“ missbrauchten drei junge Amerikaner vor allem schlecht gesicherte Überwachungskameras für ihre Angriffe.

Smart Home Sicherheitslücken

Hackerangriffe aufs Smart Home werden wohl noch länger eine große Sicherheitslücke bleiben. Besonders für wichtige Daten kann diese Sicherheitslücke schnell zur Gefahr werden, wenn die Hacker Ihnen die Daten nur gegen Lösegeld wiedergeben wollen. Am besten fertigen Sie Sicherheitskopien dieser Daten an, egal ob auf einem USB-Stick oder in Papierform und lagern sie extern in einem Schließfach, beispielsweise in einem klimatisierten Schließfach von EMS, einem Unternehmen der Elsenhans-Firmengruppe. Hier sind Ihre Wertgegenstände und Daten absolut sicher und werden von EOS rund um die Uhr überwacht. 

Haben Sie noch Fragen zum Thema Hackerangriffe aufs Smart Home oder allgemein zu Sicherheit? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.

Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.