Neue Schadsoftware in E-Mails – 5 Sicherheitstipps

Betrüger nutzen Notlagen, Verunsicherung und Unwissenheit ihrer Opfer aus, um sich selbst zu bereichern. Egal ob digital oder persönlich. Gerade jetzt in der Pandemie, die viele Menschen verunsichert, sehen Betrüger in der Schadsoftware ein neues Geschäftsmodell.

In Corona-Zeiten wird geschäftliches und privates immer mehr digital. Und bietet dem Angriff durch eine Schadsoftware so mehr Fläche.

Hacker, die mit einer Schadsoftware Ihre Geräte infizieren, haben es meist auf persönliche Daten, Bankverbindungen und andere Passwörter abgesehen und versuchen, von Ihnen unbemerkt auf Ihrem Gerät zu agieren.

Wie gelangt eine Schadsoftware auf meinen PC?

Hacker habe viele Methoden, wie sie eine Schadsoftware auf Ihrem Gerät installieren. Manchmal reicht es schon, auf die falsche Website zu klicken, um sich eine Schadsoftware auf den PC zu laden.

Oder der „Kollege“ schickt eine Mail mit Anhang oder Link als Antwort auf Ihre letzte E-Mail. Öffnen Sie aber den Anhang oder den Link, installiert sich automatisch eine Schadsoftware auf Ihrem Gerät – wenn Ihr Kollege zuvor schon Opfer einer Schadsoftware geworden ist.

Neuste Schadsoftware-Masche

Die Hacker nutzen die Corona-Pandemie aus, um mit falschen Mails eine Schadsoftware auf dem PC zu installieren. Dazu geben sie sich in ihrer Mail als Mitarbeiter des Bundesministerium für Gesundheit aus und schreiben von einem angeblichen „geänderten Antragsformular für Krankheit innerhalb des Arbeitnehmergesetzes“. Die Mail ist dann mit dem Anhang „Krankschreibung.doc" versehen.

Auf keinen Fall dürfen Sie dieses Word-Dokument öffnen, denn dann geben Sie den Hackern freien Zugang zu Ihrem PC!

Das Bundesministerium für Gesundheit betont, dass es niemals einfach so Personen per E-Mail kontaktiert. Halten Sie sich stattdessen an die Formulare auf der offiziellen Website des Ministeriums.

Schadsoftware installiert – was tun? 5 Tipps

1. Trennen Sie das Gerät vom Internet

So verhindern Sie, dass die Schadsoftware unter Ihrem Namen Mails an weitere Kontakte schicken kann oder anderweitig im Internet Schaden anrichtet.

2. Benachrichtigen Sie Ihre Kontakte

Informieren Sie Ihre Kontakte darüber, dass Sie gehackt wurden und sie besser in nächster Zeit keine E-Mail-Anhänge und Links, die von Ihrem E-Mail-Account aus geschickt werden, öffnen sollten.

3. Ändern Sie Ihre Passwörter

Sie sollten Ihre Passwörter, gerade die fürs Online-Banking, sofort von einem anderen Gerät aus ändern und Ihrer Bank Bescheid geben, damit diese eventuelle Abbuchungen verhindern kann.

4. Überprüfen Sie auch Ihre anderen Geräte

Überprüfen Sie, ob über Ihren PC auch andere Geräte mit der Schadsoftware infiziert worden sind.

Das können Sie tun, wenn auch Ihr Handy betroffen ist. 

Sollten Sie über ein Smart-Home verfügen, empfiehlt es sich, auch hier ausreichend Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

5. Erstatten Sie Anzeige

Melden Sie den Hackerangriff und die Installation der Schadsoftware umgehend der Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Schutz gegen Schadsoftware – 3 Tipps

  • Angebotene Updates immer sofort ausführen und bei Anhängen und Links in E-Mails immer misstrauisch sein und zur Not den Versender auf anderem Weg kontaktieren, um sich absichern zu lassen.
  • Installieren Sie eine aktuelle Anti-Viren-Software.
  • Führen Sie regelmäßig Backups aus und speichern Sie die Daten auf einem externen Stick. Diesen lagern Sie am besten in einem sicheren Tresor, wie etwa in einem Hochsicherheitsschließfach von EMS, einem Unternehmen der Elsenhans-Firmengruppe. Hier können Sie Ihre Wertsachen außerdem anonym und diskret einlagern lassen, inklusive Barzahlung.

 

Die Gefahren, die durch eine Schadsoftware drohen, sind nicht zu unterschätzen. Haben Sie noch Fragen zum Thema Schadsoftware oder allgemein zum Thema Sicherheit? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.

Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.