Online-Einkäufe: Neue SMS-Betrugsmasche – 3 Tipps

In letzter Zeit hat sich die Anzahl der Online-Einkäufe erhöht – und damit auch die Gefahr eines Hackerangriffs. Zum Beispiel in Form einer neuen SMS-Betrugsmasche, von der erst kürzlich mehrere Fälle der Polizei gemeldet wurden. 3 Tipps, was Sie tun können, wenn Sie die Betrugs-SMS erhalten haben, erfahren Sie hier.

Die Fälle der SMS-Betrugsmasche verliefen immer gleich: Es wurde eine SMS von einer 0174- oder 0160-Nummer verschickt mit dem Text: „Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. http://....duckdns.org“ . Wenn die Opfer der SMS-Betrugsmasche dann auf den Link klickten, weil sie meist zufällig wirklich ein Paket erwarteten, installierte sich eine Schadsoftware, die auf im Handy gespeicherte Daten zugreifen kann. Außerdem wurden vom Handy der Opfer aus weiter SMS an andere Nummern verschickt, so dass die Opfer, ohne es zu merken, Teil der SMS-Betrugsmasche wurden. Durch das Anklicken des Links entstanden außerdem oft noch Extrakosten.

SMS-Betrugsmasche: „Paket wurde verschickt“

Das Ganze fiel den Opfern erst auf, als mehrere fremde Nummern sie anriefen und fragten, um welches Paket es sich denn handle.

Die Betrüger nutzen mit der neuen SMS-Betrugsmasche den vermehrten Kauf im Online-Handel aus, da die meisten ihrer Opfer ja wirklich ein Paket erwarteten.

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Auch wenn die Betroffenen nicht auf den Link klicken, hatten sie oft nicht ihre Ruhe: Sie erhielten in manchen Fällen im Laufe des Tages fast 150 SMS von derselben Nummer mit demselben Text.

Was tun, wenn man Opfer der SMS-Betrugsmasche wurde – 3 Tipps

1. Am Smartphone

Schalten Sie das Handy in den Flugmodus, eventuell ist es auch ratsam, das Gerät in den Werkszustand zu versetzen. Ändern Sie Ihre Passwörter – vor allem die fürs Online-Banking – von einem anderen Gerät aus. Bei Android-Geräten sollte die Option deaktiviert werden, unbekannte Apps installieren zu können.

2. Mobilfunkanbieter

Benachrichtigen Sie umgehend Ihren Mobilfunkanbieter. Lassen Sie nachprüfen, ob durch die SMS-Betrugsmasche schon Kosten entstanden sind. Außerdem sollten Sie eine Drittanbietersperre einrichten lassen.

3. Anzeige erstatten

Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige. Dazu brauchen Sie Ihr Smartphone/Tablett und gegebenenfalls auch einen Screenshot der SMS und Kostennachweise.

Gefahr nicht nur durch SMS-Betrugsmasche

Cyberangriffe sind nicht nur jetzt in der Corona-Zeit ein großes Risiko für Privatpersonen, Firmen und den Staat, sondern auch in „normalen“ Jahren. Laut Telekom finden in Deutschland bis zu 46 Millionen Cyberangriffe pro Tag statt. Zwar sind nicht alle davon erfolgreich, doch die Zahl ist trotzdem erschreckend hoch.

Manche der betroffenen Personen ahnen nicht einmal etwas vom gelungenen oder gerade noch abgewehrten Cyberangriff. So gibt es bestimmt auch einige Personen im Fall der SMS-Betrugsmasche, die noch gar nicht bemerkt haben, dass auf ihr Smartphone eine Schadsoftware heruntergeladen wurde.

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Auch Firmen können von einer solchen SMS-Betrugsmasche betroffen sein: Etwa, wenn das Handy oder Tablett des Arbeitnehmers infiziert ist und der Virus auf den Firmencomputer übergeht. So können wertvolle Firmendaten in falsche Hände geraten.

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Haben Sie noch Fragen zum Thema SMS-Betrugsmasche oder allgemein zum Thema Sicherheit? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne!

Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.