Randale auf meinem Grundstück: Wann darf ich einschreiten?

In einem Einkaufscenter werden Besucher angepöbelt. Abenteuerlustige Jugendliche klettern nachts über den Zaun eines Firmengeländes. Fans geraten in einem Fußballstadion wegen eines verschütteten Bieres in Streit.

Ärgerlich, wenn Sie als Inhaber oder Veranstalter für die Sicherheit vor Ort verantwortlich sind. Was können Sie gegen solche Störungen unternehmen? Und wie beugen Sie vor, damit es gar nicht so weit kommt? Das sehen wir uns im Folgenden genauer an.

Eine klare Empfehlung vorweg: Ob Firmengelände, Club oder Stadion – Ihr Stammpersonal schafft es alleine nicht, im Notfall für Ordnung zu sorgen. Sie sollten auf jeden Fall einen professionellen Sicherheitsdienst beauftragen, der sich um einen reibungslosen Betrieb kümmert.

Er hat nicht nur die nötige Qualifikation und die Erfahrung, um Wogen zu glätten oder mit unerwünschtem Verhalten umzugehen. Schon allein die Präsenz – eventuell uniformierter – Sicherheitskräfte hält potenzielle Störer im Zaum.

Mein Grundstück – meine Regeln?

Doch wer bestimmt auf einem Grundstück oder in einem Gebäude eigentlich, was sein darf und was nicht? Und wo liegen die Grenzen des Tolerierbaren?

Der Gesetzgeber macht hier klare Vorgaben: Als Inhaber oder Besitzer steht Ihnen das Hausrecht über Ihre Örtlichkeit zu. Sie selbst legen die Regeln fest, üblicherweise in Form einer Hausordnung und natürlich im Rahmen der Gesetze. Und Sie dürfen auch bestimmen, wer sich bei Ihnen aufhalten darf und wer nicht.

Hausfrieden und Unverletzlichkeit der Wohnung sind sogar im Grundgesetz festgeschrieben und erstrecken sich auch auf Gewerbegrundstücke.

Selbst der öffentliche Zugang zu einem Einzelhandelsgeschäft oder eine bezahlte Eintrittskarte für eine Veranstaltung geben dem Besucher keinesfalls freie Hand, zu tun und zu lassen, was ihm beliebt. Im Zweifelsfall können Sie als Hausherr sogar ein Hausverbot aussprechen.

Was darf ein Sicherheitsdienst?

Was ebenso wichtig ist – vor allem, wenn Sie einen externen Sicherheitsdienst beschäftigen: Sie können die Durchsetzung Ihres Hausrechts an andere delegieren. Der Wachschutz handelt dann als Ihr „Besitzdiener“. Verbietet Ihre Hausordnung das Trinken von Alkohol, kann die Sicherheitskraft einschreiten, wenn plötzlich eine Schnapsflasche die Runde macht. Auch das Hausverbot kann sie in Ihrem Namen aussprechen und den Störer notfalls physisch entfernen.

Zeigt sich der allerdings besonders abgebrüht und kehrt auf das Gelände zurück, begeht er damit einen Hausfriedensbruch. Und die juristischen Folgen können sich entsprechend hochschaukeln.

Machen solche Restriktionen einen Sicherheitsdienst nicht automatisch zu einem Spaßverderber? Werden friedliche Besucher vielleicht sogar vergrault? Keineswegs: Unserer Erfahrung nach fühlen sich viele Menschen in der Öffentlichkeit sogar wohler, seit immer mehr private Sicherheitskräfte in Einkaufszentren oder bei Konzerten eingesetzt werden.

Davon abgesehen: In gewissen Fällen, zum Beispiel bei größeren Veranstaltungen, ist es sogar gesetzliche Pflicht des Veranstalters, ein eigenes Sicherheitskonzept zu erstellen.

Ein professioneller Sicherheitsdienst wie EOS in Heidenheim an der Brenz unterstützt Sie dabei. Er stellt Ihnen qualifizierte Sicherheitskräfte zur Verfügung – und zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Hausrecht gesetzeskonform durchsetzen.

Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.