Verdächtige Betreffzeile in E-Mails erkennen – so geht’s

Ein falscher Klick – schon ist der Rechner mit einem Virus, einem Spionage-Tool oder einem Trojaner infiziert. Natürlich weiß man, dass man E-Mails mit verdächtiger Betreffzeile nicht öffnen soll. Doch was ist eigentlich „verdächtig“? Wir haben Ihnen die 20 gängigsten Betreffzeilen der Internet-Betrüger zusammengestellt.

Die Internet-Verbrecher haben dazugelernt. Rechtschreibfehler und falsche Grammatik? Das war gestern. Die infizierten E-Mails der neuen Generation landen mit perfekt formulierten Sätzen auf Ihrem Rechner, von der „verdächtigen Betreffzeile“ bis zur Grußfloskel. In vielen Fachforen findet man aber leider auch heute noch den veralteten Hinweis, man könne verdächtige Mails am schlechten Deutsch erkennen. Vergessen Sie’s!

Im schlimmsten Fall enthält die infizierte E-Mail sogar den Namen und die Absenderadresse eines realen Geschäftspartners Ihres Unternehmens und bezieht sich auf einen tatsächlichen, aktuellen Geschäftsvorgang. Damit kommt die „verdächtige Betreffzeile“ ganz unverdächtig daher.

  • Wie Internet-Betrüger sich in Ihren E-Mail-Verkehr einschalten können und wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie hier.

Betreffzeile weckt Neugier, Gier oder Angst

Woran also erkennt man eine verdächtige Betreffzeile tatsächlich? Analysiert man die Methode der Internet-Betrüger und der infizierten E-Mails, die aktuell im Umlauf sind, kann man grob zusammengefasst feststellen: Verdächtig ist eine Betreffzeile vor allem dann, wenn sie einen „Oha!“-Effekt auslöst. Ziel ist es, den Empfänger der E-Mail quasi zu überrumpeln. Die verdächtige Betreffzeile soll dazu animieren, sofort die vom Absender erwünschten Handlung durchzuführen – beispielsweise eine Anlage oder eine Homepage anzuklicken oder einen Geldbetrag zu überweisen. Verdächtig ist eine Betreffzeile auch immer dann, wenn sie beim Empfänger eine dieser drei Gefühlsebenen ansprechen soll:

  • Neugier
  • Gier
  • Angst

Liste der verdächtigen Betreffzeilen

Auf der nachfolgenden Liste finden Sie die 20 gängigsten verdächtigen Betreffzeilen.

  1. Ihr Kontozugriff wurde begrenzt
  2. Ihr Amazon-Konto wurde gesperrt
  3. Ihre Kreditkarte wurde gesperrt
  4. Bestätigen Sie die Überweisung auf Ihr Konto
  5. Wir haben unsere Bankverbindung geändert
  6. Problemlösung Bestellnummer 2227756
  7. Ihre Bestellung
  8. Bestellbestätigung
  9. Sie haben pornographisches Material auf Ihrem Rechner
  10. Es wurden Urheberrechtsverletzungen auf Ihrem Rechner festgestellt
  11. Abmahnung
  12. Vorladungstermin Polizei/Gericht
  13. Ihr Rechner wurde infiziert
  14. Eine Schulfreundin sucht Sie
  15. Viagra spottbillig!
  16. Ihre Erbschaft
  17. Sie haben gewonnen
  18. Ihr Lottogewinn
  19. Geld verdienen von Zuhause
  20. Sie wurden ausgewählt
  • Was zu tun ist, wenn das IT-System trotz aller Vorsicht mit einem Virus infiziert wurde, erfahren Sie hier.

Was Sie sonst noch tun können, um Ihr Unternehmen intern und extern vor Cyberkriminalität und Sabotage zu schützen, besprechen wir gerne auch persönlich mit Ihnen. Nutzen Sie unsere individuelle und unverbindliche Beratung. Wir unterstützen Sie gerne! 

Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.